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Der ACV Viersen macht es vor

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ACV Viersen erstellt künstliches Riff im Viersener Nierssee und verbessert damit die Struktur im Baggersee.

Von Riffen hat man schon gehört, Korallenriffe kennt man beispielsweise aus den tropischen Meeren. Sie bieten Lebensraum für eine überwältigend artenreiche Fauna aber was soll ein Riff im Baggersee?

Baggerseen sind in der Regel sehr strukturarme Gewässer. An den Ufern fällt die Böschung meist sehr steil ab und es fehlen Flachzonen für Röhricht, Wasserpflanzen und unterseeische Wiesen. Der Gewässergrund ist relativ eben und von Feinstsand und Schluff bedeckt. Die Seen sind meist tief und der Wasserkörper dauerhaft temperaturgeschichtet sodass ein Austausch zwischen den Schichten nur selten stattfindet. Es fehlen geeignete Habitate in denen sich Wasserpflanzen und Tiere festsetzen oder verstecken können. Künstlich angelegte Strukturen können hier Abhilfe schaffen.

Im Jahre 2009 hatte die Tauchgemeinschaft Corinna und Dr. Markus Eßer im Viersener Nierssee Tauchgänge durchgeführt mit dem Ziel, herauszufinden ob der See für die Besiedlung mit Edelkrebsen geeignet ist. Ergebnis war: der Nierssee ist bereits durch den Kamberkrebs (Orconectes limosus) besiedelt. Weitere Ergebnisse waren aber auch umfangreiche Unterwasseraufnahmen aufgrund derer die Idee reifte, zur Verbesserung der Habitatsituation, mit Hilfe der Tauchgemeinschaft Eßer, ein künstliches Riff anzulegen.

Im April 2009 startete der Vereinsvorsitzende Franz Aarts die „Klinkentour“ zum einholen der erforderlichen Genehmigungen, im November lagen dann alle Genehmigungen vor. Alle Beteiligten sind mit dem Bau des Riffs im Nierssee einverstanden, die Vereinsmitglieder des ACV Viersen wurden in einer Informationsveranstaltung an das Projekt herangeführt und haben zugestimmt. Die Umsetzung ist im Zeitraum September 2010 bis Februar 2011 vorgesehen und genehmigt.

Das künstliche Riff wird zum Einen aus Rasenkantenplatten, wie eine Mauer mit Lücken, im Rechteck auf eine Breite von 1 m aufgebaut. In die Lücken werden Zweige gesteckt. Zum Anderen werden Tonröhren zu Pyramiden aufgeschichtet. Der Aufbau findet in einer Wassertiefe von ca. 5-6 Metern statt. Da hier das Tageslicht bereits sehr abgeschwächt ist, wird mit künstlichem Licht gearbeitet. Aufgewirbeltes Sediment hindert zusätzlich die Sicht unter Wasser.

Als Arbeitsbühne sowohl für den Transport als auch für das Absenken der Riffbauteile dient ein Ponton, der eigens zu diesem Zweck konstruiert wurde und als Werkzeuge einen Kran und eine Gewichtszange trägt mit, denen das Baumaterial kontrolliert in die Tiefe abgelassen werden kann. Der Ponton verfügt über ausreichend Stabilität und Auftrieb um ca. 60 Steine (Stückgewicht 12 kg) und die Bedienmannschaft zu tragen.

Heute fiel unter Beteiligung der örtlichen Presse der Startschuss zum Beginn der Arbeiten. Der Ponton ist mit der ersten Fuhre Baumaterial beladen über der Baustelle auf dem Nierssee positioniert. Erste Steine in die Gewichtszange geklemmt und mit dem Kran abgelassen. Die Taucher nehmen unter Wasser das Baumaterial an und schichten das Riff auf. Höchstens zwei Stunden kann am Stück gearbeitet werden, dann ist der Luftvorrat in den Flaschen der Taucher erschöpft und vermutlich sind es die Taucher dann auch.

Urheber des Artikels ist der Rheinische Fischereiverband von 1880 e.V.

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