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Maifisch wieder im Rhein
Der Fischbiologe Peter Beeck hat ein großes Ziel: In fünf bis zehn Jahren soll der Maifisch wieder im Rhein schwimmen.
Eine Forschergruppe im Düsseldorfer Aquazoo wird von 2008 bis 2010 ca. fünf Millionen Larven dieser Heringsart züchten und sie, gefördert von der EU, in schnell strömenden Gewässern mit kiesreichem Untergrund aussetzen.
Die Suche nach den besten Laichplätzen ist noch nicht abgeschlossen, aber in Nordrhein Westfalen hätte das Rhein-Parallelwerk in Duisburg-Walsum, die untere Lippe und die Sieg Chancen, zum Brutplatz für die Maifische zu werden.
Bis vor ca. hundert Jahren war der Maifisch Haupteinnahmequelle der Fischer am Niederrhein. Die starke Umweltverschmutzung, Überfischung der Bestände und der Rhein-Ausbau setzten dem sehr delikaten Fisch dann zu.
Der Maifisch der auch Alse (Alosa alosa) genannt wird, gehört zu den herin
gsartigen Fischen (Clupeiformes). Er ist ein Wanderfisch, der im Frühjahr zum Laichen in die Mittel- und Oberläufe größerer Flüsse hinauf wandert. Durch Überfischung, den Bau unpassierbarer Staustufen und Wasserverschmutzung ist der einst häufige Maifisch nach 1890 innerhalb weniger Jahrzehnte aus den Flüssen Deutschlands verschwunden. Der Maifisch war 2004 Fisch des Jahres.
Beschreibung
Er wird im Mittel 30–50 cm lang, maximal kann er eine Länge von 1,0 m und ein Gewicht von 3 kg erreichen. Mit 3 bis 4 Jahren wird der Maifisch geschlechtsreif. Hauptnahrung ist Zooplankton.
Verbreitung und Lebensweise
Der Maifisch kommt in den Küstengewässern Europas von der westlichen Ostsee bis ins Mittelmeer vor. Er gehört zu den anadromen Wanderfischarten, der im Frühjahr zum Laichen in die Mittel- und Oberlaufbereiche größerer Flüsse hinauf wandert. Er kann zwischen 100.000 und 200.000 Eier ablegen; die Larven schlüpfen nach 3–4 Tagen. Nach dem Ablaichen wandern die erwachsenen Fische wieder ins Meer, die Jungfische folgen im Herbst.
Bestandsentwicklung und Gefährdung
In Deutschland war er früher unter anderem in Rhein, Ems, Weser, Elbe und deren Nebenflüssen zu finden. Der Maifisch war im 19. Jahrhundert ein wichtiger Speisefisch. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts ging die Art durch Überfischung stark zurück. So ging der Fangertrag am Rhein in den Niederlanden von 1890 bis 1900 auf 25 %, von 1911–1920 auf 0,5 % der Menge zurück, die zwischen 1881 und 1890 gefangen wurde. Eine Erholung der Bestände war durch die Regulierung der Flüsse mit für Wanderfische unpassierbaren Staustufen und Wasserverschmutzung nicht mehr möglich. In den meisten deutschen Bundesländern ist die Art seit Jahrzehnten ausgestorben, sie steht auf der Roten Liste Deutschlands in der Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht).
Ab 2008 soll der Maifisch wieder gezielt im Rhein angesiedelt werden. Dazu werden mehrere Millionen Larven der Heringsart gezüchtet, in Frankreich markiert und in der Nähe von Düsseldorf ausgesetzt.
Quelle: angel-news.de





