Montag, Februar 19, 2018
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Die Wirkung von Fluoreszenz


Fluo-Orange als tolle Schwedenfarbe Sehr trübes Flusswasser ließ die Sicht im Wasser auf ca. 0,5 Meter absinken. Herkömmliche Köderfarben versagten völlig! Es stellte sich heraus, dass in diesem Gewässerabschnitt die Hechte regelrecht auf Orange "flogen". Wahrscheinlich war es die optimal sichtbare Farbe für die Räuber - vielleicht aber auch nur die unter diesen Umständen attraktivste Farbe. Jedenfalls hat die Theorie hier funktioniert. Jörg, der mit mir im Boot war, geriet in Panik - er hatte nichts Orange-farbiges mit dabei. Es war ein super-fluoreszierender Shad von Action Plastics. Ich hatte auch keine 2. Köder, denn der hier gefischte Köder hing kurz zuvor noch am Fotobrett, das ich oben fotografiert hatte. Ist ja auch nicht normal, mit Orange nach Schweden zu fahren...

In einem grün schimmernden See macht es also wenig Sinn, einen fluo-blauen Köder auszuwählen. Dafür fehlt das passende Licht, um den Köder leuchten zu lassen. Ein fluo-gelber Köder dagegen wird heller als alle anderen Farben leuchten. Wird das Wasser bräunlich, so wird Fluo-Orange wahrscheinlich ein echter Treffer sein. Und wir ahnen jetzt, warum auch ein „unnatürliches“ Fluo-Pink zu einem erstklassigen Fänger werden kann. Fluo-Pink liegt am äußeren Rand des langwelligen Lichts unseres Farbspektrums und ist oft sogar die einzig funktionierende Farbe, weil alles Licht mit kürzeren Wellen im Wasser bereits absorbiert wurde.

Fluo-pink fängt oft in der Morgendämmerung! Die Erfolge beweisen, dass die Physik im Wasser funktioniert! Hier war es ein Riesentwister in fluo-pink, die ich sehr gern für Hechte einsetze.
Tauchexperimente im Seewasser …
Natürlich kann man sich alles Wissen irgendwie auch theoretisch aneignen, aber Effekte direkt zu erkennen, ist immer noch eindrucksvoller. Deshalb hatte ich mir eine Köderpalette fertig gemacht, die ich mit in den Tauchurlaub nach Indonesien nahm. Dort lachte man nicht schlecht, als ich mit meinem „Aktenordner“, auf den ich fängige Gummiköder montiert hatte, mit auf Tauchtour nahm.

Die Ergebnisse waren aber recht beeindruckend, denn in der Tiefe veränderten sich die Farben teils erheblich. Vor allem die lange Stabilität der fluoreszierenden Farben fiel mir auf und bestätigte meine Zimmerexperimente. Sie bestätigten außerdem meine langjährige Präferenz für die Fluo-Farben in tiefem Wasser und bei wenig Lichteinfall. Fluoreszenz-Farben dienen sozusagen als sehr gute „Sichtverstärker“ unter schwierigen Bedingungen. Einige Großhändler machen sich diese Erkenntnisse jetzt geschäftlich zunutze und bieten spezielle Farbstifte usw. an, damit man seine Köder entsprechend "nachtunen" kann. Meiner Meinung nach ist das überflüssig, denn man kann seine Köder auch "unordentlich lagern". Wenn man feuergelbe, fluo-pinkfarbige oder fluo-grüne Köder mit z.B. weißen Ködern zusammenlegt, wandert die Fluo-Farbe innerhalb kürzester Zeit in den nicht fluoreszierenden Köder. Meine Guidingkunden haben sich schon immer gewundert, warum ich meine Köder alle so "lieblos" in einen Eimer sammle. Ihr könnt jetzt vielleicht nachvollziehen, dass das zum Trick gehört. Im Rhein häufig deutlich besser als "ladenfrische Gummiköder" ...

Fluofarbe ist top am MorgenAllerdings kann der Effekt mit viel UVA-Licht auch ins Gegenteil umschlagen. Wenn wir z.B. im Sommer in den Bodden Hechte angeln gehen, dann fangen wir ganz früh morgens recht gut auf Fluo-Pink. Später fangen für ein paar Stunden Feuergelb und Chartreuse-Glitter (beides auch Fluo-Farben) besser. Am späteren Vormittag funktionieren diese Farben häufig gar nicht mehr. Dann fangen plötzlich dezente, natürliche Farben, und je nach Wassertrübung auch dunkle Blautöne. Spät nachmittags kehrt sich die Reihenfolge dann wieder um, bis am Abend mit Pink der Angeltag wieder endet, wie er anfing.

Neben der Bewölkung beeinflussen auch der Sonnenstand und der Wind das Farbsehen erheblich. Je schräger das Sonnenlicht auf die Wasseroberfläche fällt, desto mehr Licht wird direkt an der Oberfläche reflektiert und desto dunkler wird es in der Tiefe. Je windiger es wird, desto mehr Licht fällt schräg auf die Oberfläche und wird reflektiert.

Was jeder Taucher aus klarem Wasser kennt: Ohne Taschenlampen bekommt die ganze Unterwasserwelt schnell einen Grün- oder Blau-Stich. Das sind die sichersten Hinweise dafür, dass diese Farben in größere Tiefen besonders gut vordringen und deshalb als Köderfarbe auch deutlich besser gesehen werden.

Bei den Sichtexperimenten in unterschiedlichen Wassertiefen fallen gravierende Unterschiede zwischen fluoreszierenden und normalen Farben auf. Fluo-Farben bleiben auch in 30 Metern erhalten, wogegen normale Rot- und Orange-Töne sehr schnell verschwinden.

Tauchbilder aus dem Meer

Gufis in Normalfarbe

Zunächst blitzte ich meine Gummipalette, so dass alle Farben schön ordentlich sichtbar werden. Es erscheinen verschiedene Rot-, Orange-, Gelb-, Grün-, und Blautöne. Dann ging es ab in die Tiefe - ohne Fremdlicht! Die Veränderung der Farben war schon erstaunlich...

10 m Licht

Schon in 10 Metern Tiefe begannen etliche Farben zu verschwinden. Achtet einmal auf den Rücken des Slotties oben rechts! Das Rot war schon in ein dunkles Braun abgeändert. Das Rot bei dem 4. Shad von unten links ist auch schon völlig weg. Orange ist nicht gleich Orange. Achtet mal auf den 3. und 4. Shad von oben links! Das Fluo-Orange im dritten Shad leuchtet noch immer teuflisch - der organene Streifen auf dem Renosky-Shad ist nicht fluo und völlig verschwunden. Auch "normale Farben" wie z.B. der grüne Rücken vom 2. Shad oben links bleicht mächtig aus...

Licht bei 20 Metern

20 Meter Wassertiefe! Ein Tauchgang in die Tiefe scheint das zu tun, was ordentliche Hausfrauen beim Waschen in den Wahnsinn treibt: Die Farben bleichen völlig aus - einige sind völlig verschwunden. Andere hingegen sind noch voll da! Einige noch etwas. Ihr könnt Euch schon denken, woran das doch wohl liegen mag?!?

30 Meter Wassertiefe - wenig Licht

30 Meter Wassertiefe - tiefer durfte ich nicht! Das Spielchen könnte man so munter weiter treiben. Hier seht Ihr die Farben, wie ich sie in 30 Metern Tiefe wahrgenommen und fotografiert habe. Einige Farben sind bläulich- grüne Soße, andere sind noch recht gut erkennbar, einige sogar noch nahezu unverändert. Das sind natürlich immer die fluoreszierenden Farben! Deshalb sind Taucheranzüge auch meist mit Fluofarbigen Streifen beklebt. Unser und das Zanderauge reagieren wohl auf Gelbtöne besonders gut. Daher wird diese Farbe auf Taucheranzügen und in Gummifischen besonders häufig verwendet...

Besonders spannend finde ich, dass viele Farben einfach schwarz oder „hell-farblos“ werden, während einige normale und alle Fluo-Farben ihre Erscheinung über größere Distanzen fast gar nicht verlieren.

 

Autor: Uli Beyer

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